Hintergrundpapiere auf www.gentechnikfreie-regionen.de
In unseren Hintergrundpapieren finden Sie Detailinformationen zu folgenden Aspekten der Agro-Gentechnik.
- Die Aufweichung der Nulltoleranz-Politik der EU durch die Agrarindustrie
- BASF Amylopektinkartoffel EH92-527-1
- Nachwachsende Rohstoffe und Gentechnik
- Gen-Raps in Mecklenburg-Vorpommern
- Anbau von Bt-Mais 2006
Wir freuen uns über Ihr Interesse.
Hintergrund: Wie die Agrarindustrie versucht, die Nulltoleranz zu kippen
Für in der Europäischen Union nicht zugelassene gentechnisch veränderte Organismen (GVO) gilt die sogenannte Nulltoleranz. D.h. solange sie über keine EU-Zulassung verfügen, dürfen sie auch nicht in Verkehr gebracht werden. Werden sie trotzdem in Lebens- und Futtermitteln gefunden, führt dies zu Rückrufaktionen: Produkte, die mit in der EU nicht zugelassenen GVO verunreinigt sind, müssen umgehend vom Markt genommen werden.
Den Profiteuren der Agro-Gentechnik ist die Nulltoleranz ein Dorn im Auge. Seit zweieinhalb Jahren drängen sie auf eine Aufweichung dieser Regelung und verlangen sowohl Grenzwerte für Spuren von in der EU nicht zugelassenen GVO beim Import als auch eine schnellere Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen in Europa. Bei Beibehaltung der Nulltoleranz drohe der EU ein Szenario der Rohstoffknappheit, hungernder Tiere und das Aus der Schweine- und Geflügelfleischproduktion.
Das Hintergrundpapier verschiedener Verbände deckt auf, dass hinter dem Szenario der Rohstoffknappheit keine gesicherten Fakten stehen. Denn das einzige Land, aus dem es Lieferungen mit in der EU nicht zugelassenen GVOs gibt, sind die USA. Und nur geringe Mengen (0,2%) der Lieferungen nach Europa sind mit nicht zugelassen Gentechnik-Pflanzen verunreinigt. Für die beiden weiteren Hauptanbauländer Argentinien und Brasilien ist kein einziger solcher Verunreinigungsfall dokumentiert...
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Hintergrundpapier: Wie die Agrarindustrie versucht, die Nulltoleranz zu kippen (November 2009, pdf 446 kB)
Hintergrund: BASF Amylopektinkartoffel EH92-527-1
Die Entscheidung über die Zulassung der BASF-Stärkekartoffel fällt am 19./20. März 2007 im Umweltministerrat der Europäischen Union in Brüssel. Da es dort keine qualifizierte Mehrheit für oder gegen eine Anbaugenehmigung geben wird, hat die EU-Kommission das letzte Wort. Sie hat sich bereits für die Zulassung ausgesprochen. Es wäre die erste EU-Genehmigung für einen Anbau seit acht Jahren.
Ob die für Industriezwecke bestimmte Kartoffel bereits 2007 kommerziell angebaut wird, hängt davon ab, wie schnell die Kommission entscheidet und wie gut die BASF vorbereitet ist: Hat sie ausreichend Pflanzgut in Südamerika vermehren lassen, hat sie genügend Vertragsbauern, die die Kartoffel anbauen, hat sie eine Stärkefabrik, die sie verarbeitet?
Kartoffeln werden im April ausgebracht. Da ein kommerzieller Anbau in Deutschland drei Monate zuvor im Standortregister gemeldet werden muss, müsste eine – vorläufige - Anmeldung im Januar erfolgen.
Weitere Informationen
Stephan Börnecke, Die gestärkte Knolle, in Frankfurter Rundschau vom 29. Oktober 2006 (pdf, 370 kB)
Tina Baier, Stärke für die Knolle, in: Süddeutsche Zeitung vom 29. November 2006
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Hintergrundpapier: Die beantragte EU-Zulassung der Amylopektinkartoffel Event EH92-527-1 der Firma BASF (pdf, 30 kB)
Hintergrund: Nachwachsende Rohstoffe und Gentechnik
Wenn es um nachwachsende Rohstoffe geht, dauert es zumeist nicht lange, bis die Rede auf Gentechnik kommt - auf Gentech-Mais, der nicht ins Essen, sondern in die Biogasanlage wandern soll, auf Gentech-Raps, der nicht für den Teller, sondern für den Tank bestimmt ist, vielleicht auch auf genveränderte Pflanzen als Ausgangsstoffe für Industrie- und pharmazeutische Produkte.
In der öffentlichen Debatte werden nachwachsende Rohstoffe als Ersatz fossiler Energieträger, als Beitrag zu einer gesicherten Versorgung der Bundesrepublik mit Energie und als Maßnahme zum Schutz des Weltklimas gepriesen und für die Bauern geben manche Politiker bereits die Parole von Landwirten als Energiewirte, wenn nicht gar als den "neuen Ölscheichs" aus.
2005 wurden in Deutschland bereits auf etwa 1,4 Millionen Hektar Energiepflanzen angebaut, das entspricht etwa elf Prozent der deutschen Ackerfläche. Einen großen Anteil daran haben Raps für die Herstellung von Biodiesel mit einer Anbaufläche von ca. 800.000 Hektar sowie Mais für den Einsatz in Biogasanlagen mit einer Anbaufläche ca. 67.000 Hektar.
Was der Boom der nachwachsenden Rohstoffe für die Entwicklung der Gentechnik bedeuten kann, versucht dieses Hintergrundpapier aufzuzeigen.
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Hintergrundpapier: Nachwachsende Rohstoffe und Gentechnik (Stand: 21. Juni 2006)
Hintergrund: Gen-Raps in Mecklenburg-Vorpommern
In Mecklenburg-Vorpommern sind in der Anbausaison 2006 auf dem Standort Groß Lüsewitz, Gemeinde Sanitz bei Rostock, vier genmanipulierte Sommerraps-Sorten freigesetzt worden. Antragsteller war die FINAB (Verein zur Förderung Innovativer und Nachhaltiger AgroBiotechnologie) in Mecklenburg-Vorpommern.
Im Hintergrundpapier finden Sie Antworten auf die Frage, was der Anbau von Gen-Raps für Natur und Umwelt bedeutet und weshalb Raps nicht koexistenzfähig ist.
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Hintergrundpapier: Gen-Raps in Mecklenburg-Vorpommern (Stand: 1. Juni 2006)
Hintergrund: Anbau von Bt-Mais 2006
In Deutschland wird auf 1,6 Millionen Hektar Mais angebaut. Davon werden im Jahr 2006 1.900 Hektar gentechnisch verändert sein - wenn denn der insektenresistente Bt-Mais Mon 810 tatsächlich auf allen im Standortregister gemeldeten Flächen ausgebracht wird.
Anbieter des Mon 810 ist der US-amerikanische Konzern Monsanto. Monsanto verfügt mit einem Marktanteil von 90 Prozent des weltweit gehandelten genveränderten Saatguts über eine monopolartige Stellung. Für den Gentech-Multi geht es um weit mehr als 1.900 Hektar Genmais: um den Einstieg in den mit 81 Millionen VerbraucherInnnen interessantesten Agrarmarkt der EU. Und darum, den Widerstand von Landwirten und Verbrauchern gegen genveränderte Produkte schrittweise aufzuweichen.
Doch ist der Anbau von Bt-Mais bei Problemen mit dem Maiszünsler tatsächlich eine intelligente Lösung? Wir haben alle wichtigen Informationen zusammengetragen, die zeigen, dass der Einsatz von Mon 810 selbst aus betriebswirtschaftlicher Sicht nur begrenzt sinnvoll ist - ganz zu schweigen von den ökologischen und rechtlichen Folgen.
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Hintergrundpapier: Gen-Mais in Deutschland (Stand: 7. März 2006)


Hintergrundpapier: Die beantragte EU-Zulassung der Amylopektinkartoffel Event EH92-527-1 der Firma BASF