Gentechnikfreie Regionen in Deutschland

13.01.15 13:24 Alter: 2 Jahre

EU-Parlament stimmt über Gentech-Anbau-Verbote ab. Mitgliedstaaten müssen EU-Vorgaben in nationales Recht umsetzen. BUND fordert umfassende rechtssichere Gentech-Anbauverbote in Deutschland

 

Brüssel/Berlin: Heike Moldenhauer, Gentechnikexpertin beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kommentiert:

„Es wäre mehr drin gewesen. Das EU-Parlament hätte beispielsweise nationale Verbote der Agro-Gentechnik auf Basis des EU-Umweltrechts statt des Binnenmarktrechts durchsetzen können. Außerdem hätte das Mitspracherecht von Gentech-Konzernen bei nationalen Anbauverboten ersatzlos gestrichen werden müssen. Dennoch, bei der Umsetzung der EU-Vorgaben muss Bundesagrarminister Christian Schmidt jetzt das Maximum herausholen. Dazu gehören Anbauverbote für ganz Deutschland, ohne vorher Gentech-Konzerne um Erlaubnis fragen zu müssen. Und es darf auch nicht passieren, dass die Verantwortung auf die Bundesländer abgewälzt wird. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat heute die Richtung vorgegeben: Wir brauchen lückenlose, rechtssichere Verbote für den Gentech-Anbau, um so die Gentechnik-Freiheit der deutschen Landwirtschaft auf Jahrzehnte zu sichern. Noch immer werden Zulassungsanträge gestellt, derzeit liegen sie für acht gentechnisch veränderte Maispflanzen vor. Weil das neue EU-Recht die Möglichkeit eröffnet, ganze Gruppen von Gentech-Pflanzen auf einen Schlag  zu verbieten, ist die Bundesregierung jetzt gefordert, umgehend rechtssichere Verbotsgründe für sämtliche Gentech-Mais-Pflanzen auszuarbeiten.“


Pressekontakt: Heike Moldenhauer, BUND-Gentechnikexpertin, Tel. 030-27586-456, E-Mail: heike.moldenhauer(at)bund.net bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. 030-27586-425, E-Mail: presse(at)bund.net, www.bund.net


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