Gentechnikfreie Regionen in Deutschland

09.06.10 11:23 Alter: 6 Jahre

„Pioneer“ muss vom Genmais-Skandal betroffene Landwirte unverzüglich entschädigen

 

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die für den Genmais-Skandal verantwortliche Firma Pioneer aus Buxtehude in Niedersachsen aufgefordert, die betroffenen Landwirte in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein unverzüglich und unbürokratisch zu entschädigen. „Für nicht zugelassene Gensaaten gilt in der gesamten Europäischen Union ein absolutes Anbauverbot. Bauern müssen sich darauf verlassen können, dass gentechnikfreies Saatgut garantiert gentechnikfrei ist. Es ist ein Skandal, dass dies offensichtlich weder das Unternehmen Pioneer noch die zuständigen Ministerien in Niedersachsen garantieren können“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

Um weitere Kontaminationen zu verhindern, müsse Pioneer dafür sorgen, dass alle betroffenen Ackerflächen öffentlich gemacht werden. Maispflanzen, die aus verunreinigtem Saatgut hervorgegangen sind, müssten noch vor der Blüte verbrannt werden. „Sobald der Pollenflug einsetzt, wird die Kontamination nahezu unkontrollierbar. Die konventionelle und biologische Landwirtschaft, aber auch Betroffene wie die Imker müssen dringend geschützt werden“, sagte die BUND-Gentechnikexpertin Heike Moldenhauer.

Der Skandal zeige, dass die Bundesländer ihre Kontrollen verschärfen müssten. Lediglich ein Zehntel des Mais-Saatgutes werde auf nicht zugelassene Gentechnikspuren untersucht, von denen rund sieben Prozent kontaminiert gewesen seien. Die Verunreinigungen des Saatmaises seien offenbar durch Pollenflug bei Freisetzungsversuchen in Ungarn zustande gekommen. „Es kann nicht sein, dass Gentechnik-Konzerne schlampen und die Bauern auf dem Schaden sitzen bleiben. Wenn die Gentechnikfirmen und Behörden nicht in der Lage sind, Freisetzungsversuche von Gentech-Pflanzen zu kontrollieren, dann müssen diese Versuche verboten werden“, sagte Weiger.

Pressekontakt:  Heike Moldenhauer, BUND-Gentechnikexpertin, Tel. 030-27586-456 bzw. Katrin Riegger, BUND-Pressestelle, Tel. 030-27586-464/-489, Fax: -440, E-Mail: presse(at)bund.net; www.bund.net


Die Pressestelle des BUND

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