Gentechnikfreie Regionen in Deutschland

03.05.10 11:01 Alter: 4 Jahre

BUND protestiert gegen Genkartoffel „Amflora“

 

Bei der Aktionärsversammlung der BASF in Mannheim protestierte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Regionalverband Rhein-Neckar-Odenwald, gegen die Zulassung und Verwendung der genmanipulierten Kartoffel Amflora durch den BASF-Konzern.

Im März 2010 hatte die EU-Kommission Amflora als erste gentechnisch veränderte Kartoffel weltweit für industrielle Anwendungen und als Futtermittel zugelassen. Die Stärkekartoffel enthält ein Resistenz-Gen gegen Antibiotika – gemäß einer EU-Richtlinie an sich ein Ausschlusskriterium für eine Zulassung. Laut dem Umweltverband besteht die Gefahr einer Übertragung des Resistenz-Gens auf Krankheitserreger des Magen-Darm-Trakts und damit einer Schwächung von medizinisch eingesetztem Antibiotika.

Die Gefahr wird laut BUND gesteigert, da es wiederholt zur Vermischung mit Speisekartoffeln kommt. Auch Wildtiere können zur Verbreitung der Gen-Kartoffel und ihrer DNA beitragen.

Matthias Weyland, Geschäftsführer beim BUND Rhein-Neckar-Odenwald kritisierte: „Es kann nicht sein, dass die BASF aus reinem Profitinteresse die Gentechnik in der Landwirtschaft auf Kosten der Sicherheit der Verbraucher weiter forciert. Dies gilt umso mehr, als es gefahrlose Alternativen zu Amflora gibt, die ohne den Einsatz von Gentechnik auskommen.“

Der BUND setzt sich seit Jahren für eine natürliche Landwirtschaft ohne Gentechnik ein. Auch in der Vergangenheit organisierte der Umweltverband Proteste in der Region, beispielsweise gegen den Anbau von Genmais MON 810 in Ladenburg.

Hintergrund:
Zu den konventionellen Alternativen gehört eine in einem gemeinsamen Projekt von der Emsland Group und Firma Europlant entwickelte Kartoffel, die ohne den Einsatz von Gentechnik die gleichen Eigenschaften wie die gentechnisch veränderte Amflora aufweist.


http://www.bund.net/bundnet/themen_und_projekte/gentechnik/kommerzieller_anbau/deutschland/amflora/
http://www.bund-bawue.de/themen-projekte/gentechnik/

Bei Rückfragen:

Matthias Weyland, BUND Rhein-Neckar-Odenwald
Tel: 06221-164841, Mobil: 0163-7758838


Die Pressestelle des BUND

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Leiter Presse und Öffentlichkeitsarbeit
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