Gentechnikfreie Regionen in Deutschland

Gentechnikfreie Regionen und ökologisch sensible Gebiete

Die Gesamtlänge der Grenzen zwischen Schutzgebieten und Ackerflächen wird deutschlandweit auf ca. 370.000 km geschätzt. Zum Schutz der biologischen Vielfalt, vor allem in ökologisch sensiblen Gebieten bzw. Großschutzgebieten ist es daher von hoher Bedeutung, dass auch weiterhin flächendeckend und großräumig eine gentechnikfreie Landwirtschaft gewährleistet ist.

Wenngleich auch die Großschutzgebiete in Deutschland mit Blick auf ihre Ziele und Leitbilder ein zunehmendes Interesse an der Ausweisung gentechnikfreier Gebiete zeigen, sind bislang kaum Gentechnikfreie Regionen in den Großschutzgebieten gegründet worden.

Im April 2005 verabschiedeten Großschutzgebietsleitungen und Verbände auf der Insel Vilm im Rahmen der Tagung "Gentechnik und ökologisch sensible Gebiete" die Vilmer Resolution. Darin fordern sie den Schutz ökologisch sensibler Gebiete, wie Nationalparke, Naturparke, Biosphärenreservate und Natura 2000-Gebiete vor der Kontamination mit gentechnisch veränderten Organismen.

In der Pressemitteilung heißt es: "Schutzgebiete sollen dauerhaft und übergreifend in Europa als Rückzugsreservate ohne Gentechnik bleiben. Solange es dafür keine EU-weiten Regelungen gibt, muss auf nationaler Ebene der Anbau von Genpflanzen in Nationalparks, Biosphärenreservaten, Natura-2000-Gebieten und Naturschutzgebieten verhindert werden."

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Startet den Datei-DownloadVilmer Resolution zu Gentechnik und ökologisch sensiblen Gebieten (PDF, 144KB)

Startet den Datei-DownloadPressemitteilung zur "Vilmer Resolution" vom 14.07.2005 (PDF, 62KB)

Gentechnik-Infoportal für Schüler und Lehrer

Das Projekt "Schule und Gentechnik" vom Informationsdienst Gentechnik bietet Informationen für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Gentechnik in der Schule.

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