Gentechnikfreie Regionen in Deutschland

Versprechen der Agro-Gentechnik sind nicht haltbar

Die Hersteller von gentechnisch verändertem Saatgut sind mit Versprechen angetreten, die sie nicht gehalten haben:

Steigerung der Erträge


Nach derzeitiger Datenlage sind die Erträge von gentechnisch veränderter Soja im Vergleich zu herkömmlicher Soja geringer, während bei gentechnisch verändertem Mais die Erträge gleich hoch wie bei normalem Mais ausfallen.

Verringerung des Pestizideinsatzes


Die Datenlage zum Pestizidverbrauch (Pestizid = Oberbegriff für Pflanzenschutz- und Insektenbekämpfungsmittel) beim Anbau von Gentech-Pflanzen erlaubt keine endgültigen Schlüsse. Da aber Unkräuter und Insekten Resistenzen ausbilden, kommt es häufig zu einer Zunahme des Pestizidverbrauchs: Wie Beobachtungen aus dem großflächigen Anbau von Gentech-Soja und Gentech-Baumwolle in den USA zeigen, entwickeln sich bei herbizidtoleranten Pflanzen durch den ausschließlichen Einsatz eines Wirkstoffes allmählich resistente Ackerkräuter, d. h. es müssen von Saison zu Saison mehr Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden, um sie zu beseitigen.

Untersuchungen an insektenresistenten Pflanzen belegen, dass sich die Schädlinge langsam an das Gift der Gentech-Pflanzen anpassen und ihrerseits Resistenzen entwickeln. Die Folge: eine Steigerung des Verbrauchs an Insektenbekämpfungsmitteln in Genmaisfeldern in den USA.

Umweltfreundlichere Produktion


Beim Herbizidtoleranz-System soll infolge der Herbizid-Applikation nach Bedarf (d. h. kein Spritzen im Vorauflauf) die Ackerbegleitflora weniger geschädigt werden als beim bisherigen Herbizideinsatz. Im Herbst 2003 veröffentlichte Ergebnisse umfangreicher Studien in England (die so genannten Farm Scale Evaluations) haben jedoch gezeigt: Im Vergleich zum konventionellen System waren beim Anbau herbizidresistenter Raps- und Zuckerrüben-Pflanzen Anzahl und Vielfalt der Wildkräuter auf und neben dem Acker erheblich verringert. Bis zu 40 Prozent weniger Blütenpflanzen wuchsen an den Ackerrändern. Das führte zu negativen Auswirkungen auf die Insektenwelt und in der Folge auch zu Gefährdungen von Vögeln und Wirbeltieren. Herbizidresistente Pflanzen entlasten die Umwelt demnach nicht, sondern beeinträchtigen die Artenvielfalt.

Bekämpfung des Hungers in der Dritten Welt


Alle gentechnisch veränderten Pflanzen, die sich bisher auf dem Markt befinden, sind auf die Monokulturen der Landwirtschaft in den reichen Ländern des Nordens zugeschnitten, nicht auf die regionalen Bedürfnisse der armen Länder des Südens.

Die Firmen, die gentechnisch verändertes Saatgut anbieten, wollen damit Gewinne erwirtschaften und haben deshalb als Abnehmer die kaufkräftigen Landwirte der Industrieländer, nicht aber die armen Kleinbauern des Südens im Blick.

Grundsätzlich gilt: Hunger ist ein gesellschaftliches und politisches Problem und kann deshalb nicht durch den Einsatz von Technik gelöst werden. Zur Sicherung der Nahrungsmittelversorgung der armen Staaten des Südens sind vor allem folgende Maßnahmen erforderlich: Bekämpfung der Armut, Beendigung von kriegerischen Auseinandersetzungen, Zugang zu Boden, zu Saatgut lokal angepasster Pflanzensorten und zu Wasser sowie der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit.

Studien und Gutachten

Wir dokumentieren relevante Studien und Gutachten zur Agro-Gentechnik in unseren Hintergrundinformationen.

Was ist zugelassen?

Das u.a. durch verschiedene Agro-Gentechnikfirmen, díe Bundesregierung und die europäische Kommission geförderte Portal transgen.de bietet eine Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterDatenbanksuche zu den in der EU zugelassenen bzw. im Zulassungsprozess befindlichen GVO an.

Risiko Gentechnik

Als Risikotechnologie unterliegt die Agro-Gentechnik einer Vielzahl gesetzlicher Bestimmungen und Regelungen.

Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterIn unserem Hintergrund Gentechnikrecht erfahren Sie mehr

Gentechnikanbau weltweit?

Zahlen und Datenmaterial zum weltweiten Gentechnikanbau finden Sie in den Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterBerichten der ISAAA.

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