Gentechnikfreie Regionen in Deutschland

Navdanya: The GMO Emperor has no clothes. A Global Citizen Report on the State of GMOs – False Promises, Failed Technologies, Oktober 2010

Hans Christian Andersens Märchen "Des Kaisers neue Kleider" ist eine passende Parodie auf die derzeitigen Entwicklungen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO). Der GVO-Kaiser Monsanto hat keine Kleider an: Seine Versprechen, GVO führten zu höheren Ernte-Erträgen und der Überwindung des Hungers, haben sich als falsch erwiesen. Das Gegenteil ist eingetreten: Sie haben zu einer großflächigen Zerstörung der Biodiversität und menschlichen Lebensgrundlagen geführt. Dennoch stolziert der GVO-Kaiser herum und hofft, die Illusion wird Bestand haben und die Höflinge, die nicht für dumm gehalten werden wollen, applaudieren weiter und tun so, als sähen sie die prachtvollen Kleider des GVO-Kaisers. Doch die Menschen weltweit sehen die falschen Versprechen und das Versagen der GVO und äußern wie ein Kind, das kein Blatt vor den Mund nimmt: "Was der GVO-Kaiser sagt, stimmt nicht. Der GVO-Kaiser trägt keine Kleider!" 

Der Globale Citizens Report "The GMO Emperor has no Clothes" trägt Hinweise zusammen, die die falschen Versprechen von Monsanto und der Agraindustrie aufzeigen und das Versagen der Agro-Gentechnik belegen.

Report "The GMO Emperor has no Clothes" herunterladen (auf englisch)

Friends of the Earth-Bericht: Wer profitiert vom Gentech-Anbau?, Februar 2011

Friends of the Earth hat es sich zur Aufgabe gemacht mit ihrem jährlich erscheinenden Bericht WHO BENEFITS FROM GM CROPS? einen kritischen Blick auf die Entwicklung im Gentechnik-Sektor zu werfen falsche Versprechungen der Gentechnikindustrie zu entlarven und aufzuzeigen, wie gering die eigentliche Akzeptanz dieser hochriskanten Technologie nach wie vor ist.

Hintergrund: Wie in jedem Jahr veröffentlichte der International Service for the Acquisition of Agri-Biotech Applications (ISAAA) auch 2011 einen detalierten Bericht über den weltweiten Anbau von Gentechnik-Pflanzen. Häufig übernehmen die Medien diese Daten ungeprüft. Grund hierfür ist jedoch nicht immer die Verlässlichkeit der Ergebnisse sondern vor allem der Mangel an alternativen Datenquellen. Die Statistik der Lobbyorganisation sollte aber nur unter größter Vorsicht als Referenz dienen. Denn die Tatsache das sich unter den Geldgebern vor allem prominente Firmen aus dem Biotechnologie-Sektor, unter anderem Bayer Crop Science und Monsanto befinden zeigt deutlich die Ausrichtung von ISAAA und lässt die Meldungen über einen weltweiten Boom der Agro-Gentechnik in einem etwas nüchterneren Licht erscheinen.

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Who benefits from GM crops? Februar 2011

NABU: Studie Gentechnikgesetz und Artenschutz, November 2010

Die Studie widmet sich der bisher kaum untersuchten Frage, ob und inwiefern den Belangen des Artenschutzes im Rahmen des geltenden Rechts bei der erstmaligen Freisetzung, beim Inverkehrbringen und beim kommerziellen Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen angemessen Geltung verschafft werden kann. Dabei zeigt sich, dass sowohl der Artenschutz innerhalb des Gentechnikrechts als auch das Artenschutzrecht gegenüber dem Gentechnikrecht oft nur suboptimal zur Geltung kommen. Dies ist ein Befund, der dem landläufigen Bild eines starken Naturschutzregimes und eines strengen Gentechnik-Risikomanagements zuwiderläuft. Ursächlich für die Schwächen (beispielsweise) beim Artenschutz ist ein Zusammenspiel von naturwissenschaftlichen Erkenntnisunsicherheiten, strukturellen Gründen und der rechtlichen Wirkung der einmal erfolgten Gestattung gentechnischer Tätigkeiten. 

Hier wie auch sonst verschleiert der europäische und deutsche Gesetzgeber, dass der durch Stichworte wie „Koexistenz von gentechnischer und gentechnikfreier Landwirtschaft“ und „wirksames Risikomanagement“ suggerierte Kompromiss zwischen Gentechnikbefürwortern und -gegnern letztlich (spätestens langfristig) klar zugunsten der ersteren ausfällt.

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Gentechnik und Artenschutz: Welche Rechte hat der Natur- und Artenschutz beim Anbau gentechnisch veränderter Nutzpflanzen?, Studie im Auftrag des NABU, November 2010 (pdf, 1.9 MB)

 

BUND-Studie: Die Heilsversprechen der Gentechnikindustrie – Ein Realitäts-Check, Dezember 2008 (Autorin: Ute Sprenger)

Die Ankündigungen der Gentechnik-Konzerne Monsanto, BASF, Syngenta, Bayer, Dow und DuPont-Pioneer, schon bald könne mit gentechnisch veränderten Nutzpflanzen der Welthunger bekämpft, die Energieversorgung gesichert oder dem Klimawandel begegnet werden, halten nach Analysen des BUND einer Überprüfung nicht Stand. Im ernstzunehmenden Stadium der Entwicklung befinden sich vor allem Gentech-Pflanzen mit den Eigenschaften Herbizidtoleranz und Insektenresistenz. Das sind die altbekannten Forschungen, bei denen es den Unternehmen am Ende darum geht, mehr Spritzmittel zu verkaufen als bisher.

Die Studie belegt: Das Hauptinteresse an Gentechnik hat die agrochemische Industrie.

Download:

"Die Heilsversprechen der Gentechnikindustrie – Ein Realitäts-Check", Studie im Auftrag des BUND, Dezember 2008

Zusammenfassung der Studie "Heilsversprechen der Gentechnikindustrie – ein Realitäts-Check"

BfN-Positionspapier: Welternährung, Biodiversität und Gentechnik - Kann die Agro-Gentechnik zur naturverträglichen und nachhaltigen Sicherung der Welternährung beitragen?, März 2009

Bei wachsender Weltbevölkerung und den erkennbaren Änderungen der Ernährungsgewohnheiten in den Entwicklungs- und Schwellenländern ist es erforderlich, in Zukunft mehr Nahrungsmittel naturverträglich zu produzieren, diese müssen gleichzeitig gerechter als bisher verteilt werden. Kann die Agro-Gentechnik dazu einen Beitrag leisten? 

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) betrachtet den Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft als riskant. Es heißt "schädlingsresistente Kulturen können direkte Auswirkungen auf die Natur und die Umwelt haben, wenn sie über die Schädlinge hinaus weitere Organismengruppen beeinträchtigen". Im Bericht werden u.a. der Stand der Entwicklung gentechnisch veränderter Pflanzen und deren Naturverträglichkeit, Pestizideinsatz, Auskreuzungs- und Invasionsrisiko sowie sozio-ökonomische und indirekte Auswirkungen von gentechnisch veränderten Pflanzen auf Agrarlandschaften und die Biodiversität dargestellt.

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BfN-Positionspapier: Welternährung, Biodiversität und Gentechnik - Kann die Agro-Gentechnik zur naturverträglichen und nachhaltigen Sicherung der Welternährung beitragen? März 2009 (pdf, 198 kB)

NABU: Naturschutzrecht und Gentechnikrecht - Eine Darstellung und Analyse für die Praxis, Januar 2009

Gentechnisch veränderter Mais der Sorte Mon 810 kann nach wie vor in Naturschutzgebieten sowie in ihrer unmittelbaren Umgebung angebaut werden. Andererseits sollen gerade diese Schutzgebiete möglichst unbeeinflusst von Störfaktoren und ökologischen Risiken bleiben. Wenn Naturschutzverbände und die zuständigen Behörden aber den Anbau von Genmais in solchen Gebieten verbieten wollen, sehen sie sich einer verworrenen und komplizierten Rechtssituation gegenüber.

Die Studie, die im Auftrag des NABU und unter Leitung von Dr. Felix Ekardt, Professor für Europäisches Recht der Universität Bremen, erarbeitet wurde, gibt eine Übersicht über die vielfältigen gerichtlichen Auseinandersetzungen rund um die Gentechnik und zeigt die praktischen und rechtlichen Probleme sowie Lösungsansätze.

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Naturschutzrecht und Gentechnikrecht – Eine Darstellung und Analyse für die Praxis, Januar 2009

Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU): "Grüne" Gentechnik, Kapitel 10 des Umweltgutachtens 2004: "Umweltpolitische Handlungsfähigkeit sichern", März 2004

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) existiert seit 1971 als wissenschaftliches Beratungsgremium der Bundesregierung und hat den Auftrag, die Umweltsituation und Umweltpolitik in Deutschland darzustellen. Er soll Entwicklungstendenzen aufzeigen und begutachten sowie umweltpolitische Fehlentwicklungen und Möglichkeiten zu ihrer Vermeidung oder Beseitigung erarbeiten.

Der Sachverständigenrat stellt in seinem Umweltgutachten vom März 2004 die Kontroverse um die Agrogentechnik umfassend dar.

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"Grüne" Gentechnik – Kapitel 10 des Umweltgutachtens 2004 des SRU

Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU): Koexistenz sichern: Zur Novellierung des Gentechnikgesetzes, Kommentar Nr. 4/2004 des SRU, März 2004

In seinem Kommentar rät der SRU der Bundesregierung davon ab, unter Schlagworten wie "Innovationsoffensive" das Gentechnikgesetz weiter zu modifizieren.

Eine anspruchsvolle Regulierungspraxis sei eine wesentliche Voraussetzung für die Einführung dieser Technik und der Gesetzesentwurf damit ein tragfähiger Kompromiss. Vorwürfe, die vorliegende Fassung habe den Charakter eines "Verhinderungsgesetzes", seien nicht haltbar.

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Koexistenz sichern: Zur Novellierung des Gentechnikgesetzes, Kommentar Nr. 4/2004 des SRU

Independent Science Panel (ISP): Plädoyer für eine gentechnikfreie zukunftsfähige Welt, Juni 2003

Das Independent Science Panel, eine unabhängige, zivilgesellschaftliche Organisation von Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen  fasst in dem Bericht die wesentlichen Gefahren der Gentechnik zusammen und stellt gleichzeitig die Vorteile einer gentechnikfreien Landwirtschaft heraus.

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Independent Science Panel (ISP): Plädoyer für eine gentechnikfreie zukunftsfähige Welt

Zusammenfassung des ISP-Berichtes

Meldung des Tages

06.02.12 15:27

Frankreich führt Ohne-Gentechnik-Label ein

Frankreich führt eine Kennzeichnung für Produkte ein, die ohne Gentechnik hergestellt wurden. „Sans...


Gentechnikanbau weltweit?

Zahlen und Datenmaterial zum weltweiten Gentechnikanbau finden Sie in den Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterBerichten der ISAAA.

Die Heilsversprechen der Gentechnikindustrie – Ein Realitätscheck

Forscher mit Schutzbrille und Reagenzglas; Foto: ww.bilderbox.com


Die BUND-Studie belegt: Das Hauptinteresse an der Gentechnik kommt aus der agrochemischen Industrie. Erfahren Sie mehr über Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterdie unrealistischen Heilsver- sprechen der Gentechnik-Konzerne.

Hintergrund: EU-Kommission pusht Gentech-Anbau - BUND fordert: Keine Zulassungen für neue Gentech-Maislinien

Im Januar 2009 hat die EU-Kommission das Zulassungsverfahren für den Anbau von zwei weiteren Gentech-Maislinien eingeleitet, den Bt 11 Mais von Syngenta und den 1507 von DuPont Pioneer. Bis Ende Juni gibt der Ministerrat sein Votum ab. Nur wenn er mit qualifizierter Mehrheit – mit mindestens 255 von 345 Stimmen - gegen die Zulassung stimmt, ist der Anbau ausgeschlossen. Wenn nicht, liegt die Entscheidung bei der EU-Kommission, die auf Zulassung drängt. Der BUND fordert von der zuständigen Fachministerin Ilse Aigner, auf Nichtzulassung zu plädieren.

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