Georg-August-Universität Göttingen: Gentechnikfreie Region Niedersachsen? Wie beurteilen Landwirte gentechnikfreie Regionen und Grüne Gentechnik? (Bericht), Januar 2010
Auszug aus der Zusammenfassung des Berichts: "Diese Studie hat Landwirte im Landkreis Göttingen befragt, welche Einstellung sie zu gentechnikfreien Regionen und zur Grünen Gentechnik haben.
Basierend auf einer repräsentativen, zufälligen Auswahl wurden im Mai 2009 101 Landwirte mit einem standardisierten Fragebogen befragt. Obgleich in der Stichprobe große landwirtschaftliche Betriebe (über 100 ha LF) überrepräsentiert sind, zeigt sich eine mehrheitliche Zustimmung zur Einrichtung von gentechnikfreien Regionen. Doch gleichzeitig werden auch Wahlfreiheit, Koexistenz und Freisetzungen von gv-Pflanzen für Forschungszwecke befürwortet. Die Ausgangshypothese der Untersuchung, dass der Kenntnisstand über Vor- und Nachteile der Grünen Gentechnik die Zustimmung zu gentechnikfreien Regionen erhöht, konnte nicht erhärtet werden.
Die Haltung gegenüber der Grünen Gentechnik ist offensichtlich widersprüchlich. Im zusammenfassenden Ausblick wird diskutiert, ob diese Widersprüchlichkeit nicht eine Folge des Modernisierungsprogramms „Industrialisierung der Landwirtschaft“ darstellt. Wenn das zutrifft, dann ist zur Überwindung des Modernisierungsdilemmas eine andere Debatte notwendig: Dann kann es nicht um die Nützlichkeit und Sicherheit einer weiteren, neuen Technologie gehen, sondern um die Frage: Welche wirtschaftliche und ökologischen Form der Landwirtschaft wollen Landwirte (und Verbraucher)?"
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Stärkung gentechnikfreier Regionen - Rechtsgutachten im Auftrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, August 2009
Fast 190 gentechnikfreie Regionen und Initiativen haben sich in Deutschland gegründet - auf freiwilliger Basis. Ein umfassenderer Rechtsschutz, behaupten die zuständigen Behörden, würde dem EU-Recht widersprechen. Ein von der grünen Bundestagsfraktion in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten zeigt: Bund, Länder und Kommunen könn(t)en gentechnikfreie Regionen besser als bisher vor einem unerwünschten Anbau von Genpflanzen schützen – wenn sie denn wollten. Anders als von Union und SPD behauptet, ist es dazu nicht nötig, ein langwieriges Verfahren zur Änderung des EU-Rechts abzuwarten.
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Abschlussbericht des Projektes "Gentechnikfreie Regionen in Deutschland - Beratung, Weiterbildung, Koordination, Analyse"
Die selbstorganisierte und freiwillige Ausweisung Gentechnikfreier Regionen durch Landwirte und Bürger ist derzeit das wirksamste und gleichzeitig einfachste Mittel, um im Sinne der Koexistenz eine gentechnikfreie Erzeugung sicherzustellen.
Darüber hinaus können die GFR einen entscheidenden Beitrag zum Schutz ökologisch sensibler Gebiete leisten. Mit anderen Worten: Gentechnikfreie Regionen leisten einen wichtigen Beitrag für eine innovative, zukunfts- und wettbewerbsfähige sowie eine nachhaltige Entwicklung ländlicher Räume.
Zu diesem Ergebnis kommt der Abschlussbericht des Projektes "Gentechnikfreie Regionen in Deutschland - Beratung, Weiterbildung, Koordination, Analyse", das von Ende 2004 bis Anfang 2006 gemeinsam von IAW, AbL und BUND bearbeitet und vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesumweltministeriums (BMU) gefördert wurde.
Abschlussbericht zum Herunterladen (PDF, 3MB)
Nischwitz, Guido: Sondierungsstudie gentechnikfreie Regionen in Deutschland. Eine sozioökonomische Analyse am Beispiel der brandenburgischen Uckermark, August 2005
Die Studie wurde in den Jahren 2003 bis 2004 im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) und des Bundesumweltministeriums unter der Leitung von Dr. Guido Nischwitz erarbeitet.
Ziel des Projektes war die Analyse und Bewertung der politisch-rechtlichen und regionalen Rahmenbedingungen für Gentechnikfreie Regionen. Die Autoren begleiteten und unterstützten die
Modellregion Uckermark-Barnim vor allem in ihrer Gründungsphase und konnten diese praktischen Erfahrungen für ihre Analysen heranziehen.
Darüber hinaus wurden die vielfältigen Aktivitäten in Deutschland, Gentechnikfreie Regionen einzurichten, erfasst und analysiert. Die Untersuchung resümiert eine erfolgreiche Entwicklung der Gentechnikfreien Regionen in Deutschland, verweist aber auch auf Handlungsbedarf. Anhand der vorliegenden Erkenntnisse formulieren die Autoren Empfehlungen für eine politisch-rechtliche Sicherung der Gentechnikfreiheit und für Landwirte, die gentechnikfrei wirtschaften wollen.
Im Rahmen des Nachfolgeprojekts von IAW, BUND und AbL "Gentechnikfreie Regionen in Deutschland" wurde die Studie im Sommer 2005 überarbeitet und aktualisiert.
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Hartmut Gaßner/Achim Willand: Gentechnikfreie Regionen. Rechtliche Fragestellungen und erste Thesen, Exposé, 2004
Das Exposé geht insbesondere auf folgende Punkte ein: Reichweite, Grenzen und zweckmäßige Ausgestaltung der Selbstverpflichtungserklärungen. Außerdem werden Möglichkeiten für Kommunen, Gentechnikfreie Regionen zu unterstützen, aufgezeigt und die rechtlichen Einschränkungen dieser Möglichkeiten erörtert. Darüber hinaus wird die Unterstützung von GFR durch die Länder durch naturschutzrechliche u.a. Instrumente behandelt. Diskutiert wird außerdem die Kennzeichnung von Produkten aus Gentechnikfreien Regionen.
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Bündnis 90/Die Grünen - Bundestagsfraktion: Gentechnikfreie Gebiete. Was ist möglich?, März 2003
Eine übersichtliche Einschätzung zur europäischen und deutschen Rechtslage bei der Einrichtung Gentechnikfreier Regionen. Fazit: EU- und deutsches Recht bieten kaum Ansatzpunkte, aber freiwillig ist vieles möglich und sinnvoll.
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Werner Müller: GVO freie Bewirtschaftungsgebiete, Analyse und Konzeption von Szenarien und Umsetzungsschritten, April 2002
Die im Jahr 2002 veröffentlichte Studie befasst sich mit der landwirtschaftlichen Situation in Österreich. Sie kommt zu dem Schluss, dass einzig die Ausweisung GVO-freier Gebiete eine langfristige Sicherung der gentechnikfreien Landwirtschaft in der kleinräumigen Agrarstruktur Österreichs gewährleisten kann.
Der Autor, Werner Müller, ist selbstständiger Wissenschaftler, der sich auf die ökologische Risikoforschung im Bereich GVO spezialisiert hat. Er ist Mitglied der Expertenkommission Gentechnik des Landes Oberösterreich.
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GVO freie Bewirtschaftungsgebiete, Analyse und Konzeption von Szenarien und Umsetzungsschritten