Gentechnikfreie Regionen in Deutschland

14.01.10 16:35 Alter: 232 Tage

Gentechnikfrei: „Faire Milch“ wird eigene Marke

 

Die oft auf Milchbauern-Demos gesehene schwarz-rot-goldene Kuh kommt ins Ladenregal: In Bayern, Baden-Württemberg und Hessen startet der Verkauf der „Fairen Milch“; weitere Bundesländer sind geplant. Pro Liter gehen 40 Cent an die Bauern.

Milchbauern aus mehreren Bundesländern bringen eine "faire Milch" in den Handel. Für 99 und 89 Cent können Kunden in Hessen, Bayern und Baden-Württemberg künftig eine haltbare Vollmilch und eine haltbare fettarme Milch in rund 1.500 Lebensmittelgeschäften kaufen. "Statt bisher 25 bis 28 Cent gehen jetzt 40 Cent direkt an den Landwirt. Damit können die Bauern voll kostendeckend produzieren", erklärte der Geschäftsführer der Milchvermarktungsgesellschaft MVS in Freising, Jakob Niedermaier, am Mittwoch dem epd.

Mit der neuen Marke "Die faire Milch" solle ein gerechter Preis garantiert und die Umwelt geschützt werden. Nach Niedermaiers Angaben ist die Milch bereits in Hessen bei der in Fulda ansässigen Handelskette tegut erhältlich, bei rund 1.200 REWE-Supermärkten soll sie noch im Laufe des Monats ins Sortiment kommen. Durch den europaweiten Preisverfall am Milchmarkt sind zahlreiche Milchbauern in ihrer Existenz bedroht.

Ausweitung in andere Bundesländer geplant

Der festgesetzte Milchpreis solle die Existenz der traditionellen Familienbetriebe und damit Arbeitsplätze in der Region sichern, sagte Niedermaier. Die Milch sei "traditionell, umweltgerecht hergestellt und gentechnikfrei" und damit auch fair zum Verbraucher. Mit artgerechter Tierhaltung, dem Schutz einzigartiger Kulturlandschaften und kurzen Transportwegen wollen die Bauern außerdem die Umwelt schonen, nachhaltig und natürlich produzieren. [...]

Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterArtikel aus dem Kölner Stadtanzeiger am 13. Januar 2010

Seit dem 1. Mai 2008 können Lebensmittelproduzenten ihre Eier-, Fleisch- und Milchprodukte mit dem "ohne Gentechnik"-Siegel versehen. Welche Unternehmen die Kennzeichnung bereits nutzen, sehen Sie Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterhier.

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Einwendungen gegen die Freisetzung gentechnisch veränderter Zuckerrüben

Umwelt- und Naturkostverbände, Saatgutunternehmen und Initiativen für gentechnikfreie Regionen haben Einwendungen in das Genehmigungsverfahren zur Freisetzung von gentechnisch veränderten Zuckerrüben in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bayern durch die Planta Angewandte Pflanzengenetik und Biotechnologie GmbH eingereicht.

Die zur Freisetzung eingereichten Unterlagen entsprechen nicht den Anforderungen, die im Gentechnikgesetz festgeschrieben sind. Das betrifft unter anderem die Regelungen zur Risikobewertung für die Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen.

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