Gentechnikfreie Regionen in Deutschland

08.02.10 09:41 Alter: 30 Tage

US-Gericht verhängt wegen Genreis gegen Bayer Schadenersatz

 

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat in einem langjährigen Streit um Genreis-Verunreinigungen in den USA vor Gericht eine weitere Niederlage einstecken müssen.

Eine Jury in St. Louis verhängte gegen Bayer einen Schadenersatz von 1,5 Millionen Dollar. Bayer will das Urteil genau unter die Lupe nehmen und die rechtlichen Optionen prüfen, wie die Bayer-Pflanzenschutztochter CropScience am Freitag erklärte.

In einigen US-Staaten war 2006 ein nicht zum Anbau zugelassener Genreis von Bayer-CropScience in der Nahrungsmittelkette gefunden worden. Die Europäische Union und Japan hatten daraufhin Einfuhrbeschränkungen für US-Langkornreis erhoben. Reisbauern versuchen nun, Bayer für die entstandenen Umsatzausfälle haftbar zu machen. In dem Fall in St. Louis hatten drei Reisfarmer aus Arkansas und Mississippi geklagt.

Bayer war in einem ersten Verfahren im Dezember zu einem Schadenersatz von zwei Millionen Dollar verdonnert worden. Der Konzern hat inzwischen dagegen Rechtsmittel eingelegt und strebt eine Neuverhandlung des Falles an. Derzeit sind noch rund 500 Fälle im Zusammenhang mit gentechnisch verändertem Reis gegen Bayer anhängig, hinter denen zum Teil mehrere Kläger stehen. "Die Fakten und die Höhe des verlangten Schadenersatzes unterscheiden sich von Fall zu Fall erheblich", sagte ein Bayer-Sprecher. Das Ergebnis der bisher verhandelten Fälle erlaube keine unmittelbaren Rückschlüsse auf den Ausgang der weiteren Verfahren. Bayer will sich gegen die Klagen weiterhin zur Wehr setzen. Das Unternehmen ist der Auffassung, stets verantwortlich mit seinem Genreis umgegangen zu sein. Für mögliche Verteidigungskosten hat Bayer bereits bilanzielle Vorsorgemaßnahmen getroffen.

Der Genreis war an einer US-Universität in Zuchtprogrammen untersucht worden. Aventis CropScience hatte in Zusammenarbeit mit der Universität Feldversuche damit unternommen. Aventis CropScience wurde 2002 von Bayer gekauft und ging dann in der heutigen Bayer CropScience auf.

Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterMeldung von Reuters Deutschland am 6. Februar 2010


Einwendungen gegen die Freisetzung gentechnisch veränderter Zuckerrüben

Umwelt- und Naturkostverbände, Saatgutunternehmen und Initiativen für gentechnikfreie Regionen haben Einwendungen in das Genehmigungsverfahren zur Freisetzung von gentechnisch veränderten Zuckerrüben in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bayern durch die Planta Angewandte Pflanzengenetik und Biotechnologie GmbH eingereicht.

Die zur Freisetzung eingereichten Unterlagen entsprechen nicht den Anforderungen, die im Gentechnikgesetz festgeschrieben sind. Das betrifft unter anderem die Regelungen zur Risikobewertung für die Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen.

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