Gentechnikfreie Regionen in Deutschland

Marburg

Am 30. April 2004 hat die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Marburg den Beschluss gefasst,

1. dass keine gentechnisch veränderten Organismen – insbesondere Saat- und Pflanzgut – oder daraus hergestellte Produkte (zum Beispiel Futtermittel) auf landwirtschaftlichen Flächen, die Eigentum der Stadt sind, verwendet werden,

2. dass bei der Neuverpachtung landwirtschaftlicher Flächen und bei Verlängerung bestehender Pachtverträge die Pächterinnen und Pächter verpflichtet werden, auf den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zu verzichten,

3. dass durch Gespräche und andere geeignete Maßnahmen die Landwirte auf dem Gebiet der Stadt Marburg für den Verzicht auf den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen gewonnen werden.

Am 16. Juli fasste die Stadtverordnetenversammlung außerdem einstimmig den Beschuss, dass in städtischen Einrichtungen und Betrieben, auf die die Stadt Marburg durch Teilhaberschaft Einfluss hat, keine gentechnisch veränderten Nahrungsmittel eingesetzt werden.

Die städtischen Einrichtungen wurden daraufhin angeschrieben und über die Beschlüsse informiert – alle Lieferanten für die Einrichtungen und städtischen Betriebe sind aufgefordert eine Erklärung abzugeben, dass die eingesetzten Lebensmittel frei von gentechnisch veränderten Organismen sind und ohne Hilfe von Gentechnik.

Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterHier finden Sie die Beschlüsse

Kontakt: 

Stadtverwaltung
Tel: 06421/201-0

 

Kurz notiert

Verpflichtungsumfang: 
  • Pachtverträge regeln: kein GVO-Anbau auf kommunalen Flächen
  • kein Einsatz von GVO-Produkten in städtischen Einrichtungen
  • Einrichtung einer Gentechnikfreien Region durch Selbstverpflichtung der LandwirtInnen angestrebt
 

Gründungsdatum: 30.04.04 

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