Gentechnikfreie Regionen in Deutschland

Gentechnikfreie Region Schwebheim (GfR)

Hier kommt Gentechnik
nicht aufs Feld

Alle aktiven Bauern, die in der Schwebheimer Flur praktizieren, haben die Selbstverpflichtungserklärung unterzeichnet, keine gentechnisch veränderten Pflanzen oder Saatgut auszubringen. Ein Altenteiler, der noch etwas Pfefferminze und Kartoffeln anbaut, hat zwar erklärt, dass er niemals gentechnisch veränderte Pflanzen anbauen wird, aber grundsätzlich nie etwas unterschreibt.

Der Ökumenische Arbeitskreis zur Bewahrung der Schöpfung, unterstützt von mehreren Schwebheimer Landwirten, stellte am 20. März 2004 den Antrag an den Gemeinderat, die Organisation für eine gentechnikfreie Anbauregion zu übernehmen. Der Gemeinderat hat diesen Antrag am 25. März 2004 mit nur zwei Gegenstimmen angenommen und den Bürgermeister beauftragt, alles Notwendige in die Wege zu leiten, damit die freiwillige Selbstverpflichtung durch die praktizierenden Landwirte abgegeben wird.

Für den 21. April 2004 wurden alle Landwirte, Verpächter, Abnehmer, Verbraucher und der Bayerische Bauernverband zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Dieser Einladung folgten ca. 60 Personen. Nach einem Fachvortrag und einer positiven Stellungnahme durch den Berufsverband unterschrieben alle anwesenden Bauern die Selbstverpflichtungserklärung. Bürgermeister Fischer, der der Aktion gegenüber sehr aufgeschlossen ist, besuchte in der Folgezeit alle Landwirte aus Ober- und Unterspiesheim, aus Grettstatt und Schwebheim, die als Pächter Flächen in der Schwebheimer Flur bewirtschaften, um sie ebenfalls für die "Gentechnikfreie Region Schwebheim" zu gewinnen.

Alle 22 Bauern haben die Notwendigkeit erkannt, keine gentechnisch veränderten Pflanzen und Samen auszubringen und die Selbstverpflichtungserklärung unterzeichnet. Sie trat am 1. Mai 2004 in Kraft und galt zunächst für ein Jahr. Seither berlängert sie sich automatisch um jeweils ein Jahr.

Kontakt: 

Hans Fischer
Bürgermeister
Tel: 09723/9101-0

und

Barbara Kropp-Wagensonner
Ökumenischer Arbeitskreis zur Bewahrung der Schöpfung
Tel.: 09723/1290

 

 

Kurz notiert

Größe: 800 ha

Landwirtschaftliche Nutzfläche: 500 ha

Beteiligte Landwirte: 22 

Verpflichtungsumfang: 

Pflanzenbau

 

Gründungsdatum: 01.05.04 

Laufzeit: 12 Monate, autom. Verläng., Kündigungsfrist 3 Mon. 

 Startet den Datei-DownloadVerpflichtungserklärung 

Zurück

Meldung des Tages

07.09.10 12:20

Treffen der deutschen Gentechnik-Lobby – Kritiker müssen draußen bleiben

Heißer Kaffee und warme Worte: In Üplingen bei Magdeburg feierte sich am Montag die deutsche...


6. Europäische Konferenz gentechnikfreier Regionen

Logo der 6. Europäischen Konferenz der gentechnikfreien Regionen.

Vom 16. bis 18. September treffen sich im Europäischen Parlament in Brüssel Vertreterinnen und Vertreter lokaler, regionaler und nationaler Initiativen und Organisationen, von Bauern, Umwelt- und Naturschutz, Verbrauchern, Unternehmen und kritischer Wissenschaft. Sie diskutieren gemeinsame Strategien und Aktionen gegen die Gentechnik in Landwirtschaft und Ernährung. Wir erwarten rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Mitgliedstaaten der EU und umliegenden europäischen Ländern sowie Gäste aus China, Indien, den USA, Japan und Afrika. Und wir erwarten Sie!


[mehr]

Film: Vergiftetes Land

Der Anbau von gentechnisch veränderter Soja in Südamerika hat verheerende Auswirkungen auf Mensch und Umwelt.

Eine Spur der Zerstörung zieht sich von europäischen Massentierhaltungen bis in die Wälder Südamerikas. Dort vernichten riesige Sojaplantagen, die für die Fütterung europäischer Hühner, Kühe und Schweine benötigt werden, die einheimische Fauna und Flora. 

Der neue 12-minütige Online-Dokumentarfilm "Vergiftetes Land" schildert diese Zusammenhänge eindringlich.
 

Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenster[mehr]

Metanavigation:
Home