Gentechnik-Anbau in den USA: Kein Weg mehr zurück
In Europa kommt Gentechnik in der Landwirtschaft kaum zum Einsatz. Weder Landwirte noch Verbraucher sind von der Technik überzeugt. Anders in Nordamerika, wo Gentechnik-Mais, -Soja, -Raps und -Zuckerrübe den Markt erobert haben. Durch eine Kombination verschiedener Herbizid- und Insekten-Resistenzen haben die Landwirte viele Vorteile, könnte man meinen. Der Film „Farmer to Farmer - The truth about GM Crops“ von Michael Hart zeigt das Gegenteil. Der britische Farmer ist quer durch die USA gereist und hat dort mit Landwirten über den Anbau gentechnisch veränderter Organismen gesprochen. Die Betroffenen sind desillusioniert über stark steigende Saatgutpreise und herbizid-resistente Unkräuter, die teilweise per Hand entfernt werden müssen, weil kein Gift mehr dagegen hilft. Sicherheitsabstände funktionieren nicht, berichtet ein Landwirt, der Versuch einer Koexistenz mit gentechnikfreier Landwirtschaft ist gescheitert. Gefragt nach Empfehlungen für europäische Landwirte, raten die amerikanischen Kollegen vom Anbau gentechnisch veränderter Organismen ab, da kein Weg mehr zurückführe. Ihnen bleibe schlicht nichts anderes mehr übrig, als GVO anzubauen. Denn gentechnikfreies Saatgut ist auf dem Markt kaum zu bekommen und werde außerdem nicht mehr weiterentwickelt.
Meldung vom Informationsdienst Gentechnik am 19. Juli 2011

