Gentechnikfreie Regionen in Deutschland

Gentechnikfreies Kirchenland

Kirche auf grünem Feld, Quelle: www.sxc.hu

Die beiden großen Glaubensgemeinschaften der Evangelischen und Katholischen Kirche gehören in Deutschland zu den größten Grundbesitzern. Wie viel Land die Katholische Kirche im Details besitzt und verpachtet, ist nicht bekannt; die Evangelische Kirche hingegen veröffentlicht Zahlenmaterial. Nach Auskunft der EKD besitzen die rund 16.000 eigenständigen evangelischen Kirchengemeinden etwa 325.000 Hektar Grund, der weit überwiegende Teil davon ist landwirtschaftliche Nutzfläche.


Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterBeide Kirchen haben sich in der Vergangenheit zur Thematik Agro-Gentechnik geäußert und unterschiedlich differenziert Position bezogen.

1996 sprach sich als erste die Synode der Kirchenprovinz Sachsen gegen den Anbau gentechnisch veränderten Saat- und Pflanzguts aus. Seit 1. Januar 1997 ist in allen Pachtverträgen, die innerhalb der Kirchenprovinz neu abgeschlossen wurden, ein zusätzlicher Passus enthalten. Danach ist es den Pächtern nicht erlaubt, gentechnisch verändertes Saat- und Pflanzgut auf der Pachtfläche auszubringen bzw. anzubauen. Seit dieser Entscheidung der Kirchenprovinz Sachsen haben immer mehr Kirchenleitungen und Synoden der Evangelischen Gliedkirchen ähnliche Beschlüsse gefasst.


Startet den Datei-DownloadBeschlüsse der Landessynoden und Kirchenleitungen, Stand 16. Juli 2010 (pdf, 34 kB)
Startet den Datei-Download Übersichtskarte, Stand Juli 2010 (pdf, 59 kB)

Karte: Kirchenbeschlüsse der Evangelischen Kirche in Deutschland, Stand April 2007; zum Vergrößern bitte anklicken!

Meldung des Tages

03.09.10 14:41

Lübeck: Stadt soll gentechnikfrei werden

Die Hansestadt soll zur gentechnikfreien Kommune werden, lübsche Bauern auf den Einsatz von...


6. Europäische Konferenz gentechnikfreier Regionen

Logo der 6. Europäischen Konferenz der gentechnikfreien Regionen.

Vom 16. bis 18. September treffen sich im Europäischen Parlament in Brüssel Vertreterinnen und Vertreter lokaler, regionaler und nationaler Initiativen und Organisationen, von Bauern, Umwelt- und Naturschutz, Verbrauchern, Unternehmen und kritischer Wissenschaft. Sie diskutieren gemeinsame Strategien und Aktionen gegen die Gentechnik in Landwirtschaft und Ernährung. Wir erwarten rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Mitgliedstaaten der EU und umliegenden europäischen Ländern sowie Gäste aus China, Indien, den USA, Japan und Afrika. Und wir erwarten Sie!


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Film: Vergiftetes Land

Der Anbau von gentechnisch veränderter Soja in Südamerika hat verheerende Auswirkungen auf Mensch und Umwelt.

Eine Spur der Zerstörung zieht sich von europäischen Massentierhaltungen bis in die Wälder Südamerikas. Dort vernichten riesige Sojaplantagen, die für die Fütterung europäischer Hühner, Kühe und Schweine benötigt werden, die einheimische Fauna und Flora. 

Der neue 12-minütige Online-Dokumentarfilm "Vergiftetes Land" schildert diese Zusammenhänge eindringlich.
 

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Was kann ich in meiner Kirchgemeinde tun?

Gentechnikfreies Kirchenland auch in Ihrer Heimatgemeinde? Mit den Aktionsmaterialien des BUND können Sie aktiv werden.

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Zwischen Bewahren und Gestalten

Die Agro-Gentechnik und ihre Auswirkungen sind vor allem für die Kirchen eine ethische Herausforderung. Der Grat zwischen den biblischen Aufforderungen von Bewahren und Gestalten scheint oft schmal.

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