Gentechnikfreie Regionen in Deutschland

Was heißt "gentechnikfreie Flächennutzung"?

In Deutschland gibt es zahlreiche Initiativen für eine gentechnikfreie Flächennutzung. Von entscheidender Bedeutung sind dabei die Aktivitäten von Land- und Forstwirten, Gärtnern und Imkern. Vielerorts erklären sie ihren Betrieb bzw. Hof für gentechnikfrei, oder sie schließen sich in Gemarkungen, Gemeinden, Landkreisen und Wirtschaftsräumen mit Berufskollegen zu Gentechnikfreien Regionen, Anbauregionen oder Zonen zusammen.

Die Befürworter der Agro-Gentechnik kritisieren sowohl den Begriff "Gentechnikfreie Region" als auch die konkrete Umsetzung einer GFR. Der Begriff sei unscharf und beliebig, lautet ein häufiger Einwand. Darüber hinaus zweifeln sie die Bedeutung und ausreichende Beteiligung der Landwirte vor Ort an.

Die hier vorgestellte Begriffsbestimmung und die Übersichten verdeutlichen, dass Gentechnikfreie Regionen in Deutschland einen nachvollziehbaren und verbindlichen Charakter haben und innerhalb kurzer Zeit zu einem entscheidenden Akteur in der landwirtschaftlichen Flächennutzung geworden sind.

Wann kann man von einer gentechnikfreien Flächennutzung und Erzeugung sprechen?

Eine gentechnikfreie Flächennutzung und Erzeugung muss sowohl für die beteiligten Landwirte als auch für den Absatzmarkt und die Verbraucher einen verbindlichen und nachvollziehbaren Charakter haben. Dies leisten in erster Linie Selbstverpflichtungserklärungen der einzelnen Eigentümer, Nutzer und Bewirtschafter, wissentlich keine gentechnisch veränderten Kulturen zu verwenden. Von Bedeutung sind auch gemeinsame, in Versammlungen gefasste Beschlüsse (vorrangig von Land- und Forstwirten).

Für unsere Übersichten und Analysen unterscheiden wir vier Kategorien gentechnikfreier Flächennutzung:

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Meldung des Tages

22.05.13 17:42

Gentechnikfreie Regionen: Rheinland-Pfalz und Saarland an Bord

Das Saarland und Rheinland-Pfalz sind heute offiziell dem Europäischen Netzwerk gentechnikfreier...


Einspruch gegen KWS-Versuche mit gv-Zuckerrüben

Zuckerrübe (Beta vulgaris subsp. vulgaris, Altissima-Gruppe), Quelle: Wikipedia

Erneut will die KWS Saat AG gentechnisch veränderte Zuckerrüben im Freilandversuch testen. Die Rüben sind resistent gegen das Spritzmittel Glyphosat. Der Einsatz dieses Herbizids birgt jedoch zahlreiche Risiken. Ein breites Bündnis hat nun dagegen Einspruch eingelegt.

Bundesrepublik Deutschland

  • Gentechnikfreie Regionen/ Initiativen: 211
  • Beteiligte Landwirte: 30.433
  • Landwirtschaftliche Fläche: 1.105.443 ha
  • Stand: 22.04.13

  • Zahlen | Fakten | Analysen

Gentechnikfreie Kommunen/ Landkreise

  • Anzahl Kommunen: 325
  • Stand: 22.04.13

Das Projekt Gentechnikfreie Regionen in den Naturland Nachrichten

Lesen Sie das Interview im Mitgliedsmagazin des ökologischen Anbauverbands Naturland.

Interview

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