Gentechnikfreie Regionen in Deutschland

Nordrhein-Westfalen

Landeswappen Nordrhein-Westfalen, Foto: Wikipedia

 

18. Juni 2012: SPD und Bündnis 90/DIE GRÜNEN unterzeichnen ihren Koalitionsvertrag. Sie beschließen die folgenden Punkte:

  • in Zusammenarbeit mit den Landwirten alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um NRW gentechnikfrei zu halten
  • sich im Bundesrat gegen eine weitere Lockerung des Gentechnikgesetzes und für die Anwendung des Verursacher-Prinzips auszusprechen
  • sich für die Nulltoleranz bei Saatgut, Futter- und Lebensmitteln einzusetzen
  • sich dafür auszusprechen, dass auf landeseigenen Flächen weiterhin ein Gentechnikverbot besteht
  • Initiativen zur Erarbeitung und Einführung eines Regionalzeichens für Produkte und Lebensmittel, welches u.a. den Ohne Gentechnik-Standard enthält, zu starten

Nordrhein-Westfalens Koalitionsvertrag 2012 - 2017 (Auszug)

10. Oktober 2011: Nordrhein-Westfalen ist dem Europäischen Netzwerk Gentechnikfreier Regionen beigetreten.

19. Januar 2011: In einer öffentlichen Beratung nimmt der Landtag den Antrag der Fraktionen der Bündnisgrünen und der SPD an. Er spricht sich für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in ganz Nordrhein-Westfalen aus und erwartet von der Landesregierung, dass sie sich auf allen Handlungsebenen aktiv für den Erhalt der gentechnikfreien Landwirtschaft und für Lebensmittel ohne Gentechnik einsetzt.

Er fordert die Landesregierung dazu auf:

  • sich für eine flächendeckende gentechnikfreie Landwirtschaft einzusetzen
  • sich für Lebensmittel ohne Gentechnik einzusetzen
  • keine Sortenprüfungen und keinen Anbau von genveränderten Pflanzen auf landeseigenen Flächen zuzulassen
  • sich für ein striktes Reinheitsgebot bei Saatgut ("Nulltoleranz") stark zu machen
  • die gentechnikfreie pflanzenökologische Forschung für Land- und Lebensmittelwirtschaft auszuweiten und zu vernetzen
  • den Anbau von Gentech-Pflanzen auf landeseigenen landwirtschaftlichen Flächen über Pachtverträge auszuschließen
  • eine NRW-Initiative zu gentechnikfreien Regionen zu starten: Vernetzung, Gründung und Bewerbung nach außen
  • die Aufnahme ins "Europäische Netzwerk gentechnikfreier Regionen" anzustreben

Landtagsbeschluss vom 11. Januar 2011 (Drs. 15/1060)

Meldung des Tages

30.07.15 15:40

Cibus-Raps darf vorerst nicht aufs Feld

Herbizidresistenter Raps der US-Firma Cibus darf in Deutschland vorerst nicht ausgesät werden. Das...


GVP in der Anbau-Pipeline

In unserer Übersicht erfahren Sie, welche Gentech-Pflanzen (GVP) sich noch in der Anbau-Pipeline für die EU befinden, welche Anträge auf Anbauzulassung zurückgezogen wurden und welche Anbauzulas-sungen nicht mehr gültig sind.

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Bundesrepublik Deutschland

  • Gentechnikfreie Regionen/ Initiativen: 214
  • Beteiligte Landwirte: 31.913
  • Landwirtschaftliche Fläche: 1.181.557 ha
  • Stand: 30.10.14

  • Zahlen | Fakten | Analysen

Gentechnikfreie Kommunen/ Landkreise

  • Anzahl Kommunen: 344
  • Stand: 30.10.14

TTIP & CETA: sEBI

Die Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) und mit Kanada (CETA) bergen zahlreiche Risiken. Im Bereich der Gentechnik droht eine Aushöhlung der Gentech-Kennzeichnungspflicht in der EU. Ein breites Bündnis aus Nichtregierungsorganisationen hat sich unter dem Namen "TTIP unfairhandelbar" zusammengeschlossen und fordert über eine Europäische Bürgerinitiative (EBI) den Stopp der Verhandlungen. Da die Europäische Kommission die EBI abgelehnt hat, zieht das Bündnis nun vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH). An der selbst-organisierten EBI (sEBI) können Sie online teilnehmen.

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