Gentechnikfreie Regionen in Deutschland

Thüringen

Landeswappen Thüringen, Foto: Wikipedia

 

4. Dezember 2014: Die Linke, SPD und Bündnis 90/Die Grünen unterzeichnen ihren Koalitionsvertrag. Darin sprechen Sie sich für folgende Punkte aus:

  • keine Anbaugenehmigung von Gentech-Pflanzen in Thüringen
  • stärkere Mitbestimmungsrechte der Regionen beim Gentech-Anbau
  • Thüringens Vorsitz im Europäischen Netzwerk Gentechnikfreier Regionen
  • keine Gentech-Kontaminationen bei Saatgut, Lebens- und Futtermitteln
  • klare Gentechnik-Kennzeichnung für die Wahlfreiheit der Verbraucher
  • klare Haftungsregelungen bei Schäden durch Gentech-Anbau
  • Kennzeichnungspflicht für Produkte von Tieren aus Gentech-Fütterung
  • bundesweit einheitliche Regelung bei nationalen Anbauverboten (Opt-out)

Thüringens Koalitionsvertrag 2014 (Auszug)

19. Juli 2012: Der Thüringer Landtag beschließt, die Landesregierung dazu aufzufordern,

  • PächterInnen über landeseigene Flächen über die zukünftige Aufnahme einer Gentechnik-Ausschlussklausel zu informieren.
  • sich hinsichtlich des sogenannten Honig-Urteils des EuGH für eine schnellstmögliche Verschärfung des Gentechnikrechts einzusetzen.
  • sich auf Bundesebene gegen die angekündigte Zulassung von sechs Gentech-Maissorten durch die EU-Kommission einzusetzen.
  • das BVL möglichst bei einer Beibehaltung der Nulltoleranz-Regelung bei Lebensmitteln zu unterstützen.
  • sich auf Bundesebene für eine Ausdehnung der EU-Kennzeichnungspflicht auf Produkte von Tieren aus Gentechnikfütterung einzusetzen.

Thüringer Landtagsbeschluss vom 19. Juli 2012 (Drs. 5/4785)

23. November 2010: Thüringen tritt dem Europäischen Netzwerk Gentechnikfreier Regionen bei.

Pressemitteilung vom 11. November 2010

17. Juni 2010: Der Landtag fasst einen Beschluss zur Agro-Gentechnik. Er beinhaltet u.a., dass Thüringen keine Gentech-Pflanzen anbaut.

Die Landesregierung wird u.a. dazu aufgefordert

  • die Verwendung der Agro-Gentechnik auf landeseigenen landwirtschaftlichen Flächen über Pachtvertragsklauseln weitestmöglich auszuschließen
  • strenge Kontrollen konventionellen Saatguts walten zu lassen und eine konsequente Rückholung bei einer Kontamination mit Gentech-Saatgut durchzuführen
  • alle Thüringer Städte und Gemeinden dazu aufzurufen,
    gentechnikfreie Zonen zu initiieren oder bereits bestehenden beizutreten
    und selbige hernach zu bewerben
  • eine Aufnahme Thüringens in das "Europäische Netzwerk gentechnikfreier Regionen" anzustreben

Landtagsbeschluss vom 17. Juni 2010 (Drs. 5/1152)

Meldung des Tages

19.08.15 12:18

Gentechnik-Insekten: Oxitec aufgekauft

Die britische Firma Oxitec, die gentechnisch veränderte Insekten entwickelt, wird vom...


GVP in der Anbau-Pipeline

In unserer Übersicht erfahren Sie, welche Gentech-Pflanzen (GVP) sich noch in der Anbau-Pipeline für die EU befinden, welche Anträge auf Anbauzulassung zurückgezogen wurden und welche Anbauzulas-sungen nicht mehr gültig sind.

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Bundesrepublik Deutschland

  • Gentechnikfreie Regionen/ Initiativen: 215
  • Beteiligte Landwirte: 31.960
  • Landwirtschaftliche Fläche: 1.182.728 ha
  • Stand: 06.08.15

  • Zahlen | Fakten | Analysen

Gentechnikfreie Kommunen/ Landkreise

  • Anzahl Kommunen: 345
  • Stand: 06.08.15

TTIP & CETA: sEBI

Die Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) und mit Kanada (CETA) bergen zahlreiche Risiken. Im Bereich der Gentechnik droht eine Aushöhlung der Gentech-Kennzeichnungspflicht in der EU. Ein breites Bündnis aus Nichtregierungsorganisationen hat sich unter dem Namen "TTIP unfairhandelbar" zusammengeschlossen und fordert über eine Europäische Bürgerinitiative (EBI) den Stopp der Verhandlungen. Da die Europäische Kommission die EBI abgelehnt hat, zieht das Bündnis nun vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH). An der selbst-organisierten EBI (sEBI) können Sie online teilnehmen.

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