Gentechnikfreie Regionen in Deutschland

Thüringen

Landeswappen Thüringen, Foto: Wikipedia


In der gemeinsamen Koalitionsvereinbarung vom 21. Oktober 2009 haben sich CDU und SPD auf folgendes geeinigt:

  • Gewährleistung rechtlicher Rahmenbedingungen für den Schutz vor Gefahren und Risiken der Anwendung der Gentechnik (Bundes- und Landesebene)
  • Gleichberechtigung von konventioneller und ökologischer Landwirtschaft in den Bereichen Erhaltung, Förderung, Unterstützung
  • Unterstützung europäischer Regelungen für ein stärkeres Mitspracherecht bzgl. GVO-Anbau
  • Bestrebungen, das Landesgebiet frei von Gentech-Pflanzen zu halten

Im Landtagsbeschluss vom 17. Juni 2010 wird beschlossen, dass Thüringen keine Gentech-Pflanzen anbaut.

Die Landesregierung wird u.a. dazu aufgefordert

  • die Verwendung der Agro-Gentechnik auf landeseigenen landwirtschaftlichen Flächen über Pachtvertragsklauseln weitestmöglich auszuschließen
  • strenge Kontrollen konventionellen Saatguts walten zu lassen und eine konsequente Rückholung bei einer Kontamination mit Gentech-Saatgut durchzuführen
  • alle Thüringer Städte und Gemeinden dazu aufzurufen,
    gentechnikfreie Zonen zu initiieren oder bereits bestehenden beizutreten
    und selbige hernach zu bewerben
  • eine Aufnahme Thüringens in das "Europäische Netzwerk gentechnikfreier Regionen" anzustreben (Mitglied seit November 2010)

Am 23. November 2010 ist Thüringen dem Europäischen Netzwerk Gentechnikfreier Regionen beigetreten.

Meldung des Tages

26.09.14 16:50

Herbizidresistenzen: Studie unterstreicht gescheitertes Landwirtschaftssystem

Die heute in Berlin vorgestellte Studie bestätigt Ausmaß und Folgen widerstandsfähiger Unkräuter in...


GVP in der Anbau-Pipeline

In unserer Übersicht erfahren Sie, welche Gentech-Pflanzen (GVP) sich noch in der Anbau-Pipeline für die EU befinden, welche Anträge auf Anbauzulassung zurückgezogen wurden und welche Anbauzulas-sungen nicht mehr gültig sind.

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EBI zu TTIP & CETA

Logo "Gentechnik - TTIP unfairhandelbar"

Die Freihandels-abkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) und mit Kanada (CETA) bergen zahlreiche Risiken. Im Bereich der Gentechnik droht eine Aushöhlung der Gentech-Kennzeichnungspflicht in der EU. Ein breites Bündnis aus Nichtregierungsorganisationen hat sich unter dem Namen "TTIP unfairhandelbar" zusammen-geschlossen und fordert über eine Europäische Bürgerinitiative (EBI) den Stopp der Verhandlungen. Da die Europäische Kommission die EBI abgelehnt hat, zieht das Bündnis nun vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH).

 

 

Kurz notiert

Gründung: 21.10.2009/17.06.2010

Startet den Datei-DownloadKoalitionsvertrag

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