Gentechnikfreie Regionen in Deutschland

19.03.12 18:06 Alter: 5 Jahre

USA: Protest gegen Gentechnik formiert sich

 

In den USA gründen sich immer mehr Initiativen, die sich gegen Gentechnik im Essen wehren. Die Tatsache, dass es in den USA im Gegensatz zu anderen Ländern keine Gentechnik-Kennzeichnung gibt, frustriert die Menschen zunehmend. Bei der Petition „Just label it“ haben mittlerweile über 900.000 Bürgerinnen und Bürger unterzeichnet. 55 Kongress-Abgeordnete haben der Lebensmittelbehörde FDA letzte Woche einen Brief geschrieben, in dem sie die Kampagne zur Kennzeichnung von Lebensmitteln unterstützen. Verbraucher sollten selbst die Wahl haben, ob sie gentechnisch veränderte Lebensmittel konsumieren wollen oder nicht, heißt es in dem Brief. Gleichzeitig kritisieren sie die Begründung der FDA, gentechnisch veränderte Organismen nicht zu kennzeichnen, weil sie im Wesentlichen konventionellen Lebensmitteln gleich wären. Biotechnologie führe Veränderungen herbei, die eben nicht durch menschliche Sinne wahrzunehmen seien. Verbraucherinnen und Verbrauchern sei gar nicht bewusst, dass Gentechnik in Lebensmitteln nicht gekennzeichnet werden muss, so die Abgeordneten-Gruppe.
Am Freitag demonstrierte die Aktion „Occupy Monsanto“ vor dem US-Kapitol mit dem Slogan „Der Kongress ist gentechnisch verunreinigt“ in Anspielung auf Monsantos finanzstarke Lobby-Arbeit. Die Initiative ruft am 17. September zu einem internationalen Aktionstag vor sämtlichen Monsanto-Standorten auf. Eine weitere Gruppe von Aktivisten demonstrierte vor der Gates Stiftung, die mit Monsanto kooperiert und den Anbau von Gentech-Pflanzen in Afrika fördern möchte.

Meldung vom Informationsdienst Gentechnik am 19. März 2012

Laut der Initiative 'Just Label It' gibt es bis heute in über 40 Ländern eine Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Lebensmittel. Seit 1996 wird in den USA der kommerzielle Anbau von Genpflanzen betrieben. Mittlerweile wachsen sie dort auf etwa 42 Prozent der gesamten Ackerfläche. Ungekennzeichnete/r Mais, Soja, Raps, Zucker(rübe), Papaya, Luzerne, Baumwolle und Kürbis landen im Tierfutter oder gelangen frisch sowie in Lebensmitteln verarbeitet in den Supermarkt.


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