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Gentechnikfreie Regionen

Eine Möglichkeit, die Gentechnikfreiheit dauerhaft zu schützen, besteht in der Schaffung von freiwilligen Gentechnikfreien Regionen. Diese verringern nicht nur die Gefahr gentechnischer Verunreinigung, sie leisten noch viel mehr:

1. Gentechnikfreie Regionen fördern die Partnerschaft zwischen Bauern und Verbrauchern

Verbraucher*innen wollen keine gentechnisch veränderten Lebensmittel. Landwirt*innen wollen marktorientiert wirtschaften und sich das Vertrauen der Verbraucher*innen auch in Zukunft sichern. Gelingen wird ihnen dies auf Dauer jedoch nur dann, wenn sie durch das Wirtschaften in gentechnikfreien Regionen Verunreinigungen ihrer Ernten verhindern können.

2. Gentechnikfreie Regionen verhindern Konflikte zwischen Nachbarn

Das Nebeneinander von Landwirtschaft mit und ohne Gentechnik wird eine Reihe von Rechts­streitigkeiten unter Landwirt*innen auslösen. Bisher ist keine Versicherung bereit, das mit der Agro-Gentechnik verbundene Haftungsrisiko zu übernehmen. Gentechnikfreie Anbauregionen sorgen ein gutes nachbarliches Miteinander in den Dörfern.

3. Gentechnikfreie Regionen erhalten die bäuerliche Unabhängigkeit

Gentechnisch veränderte Sorten unterliegen dem Patentschutz. Der seit jeher übliche eigene Nachbau von Saatgut ist dann nur noch nach Genehmigung des Patentinhabers und Bezahlung von Lizenzgebühren möglich. Gentechnikfreie Regionen können die bäuerliche Landwirtschaft vor dem Zugriff der großen Saatgutkonzerne schützen.

4. Gentechnikfreie Regionen verhindern Mehrkosten in der Produktion

Das Nebeneinander einer Landwirtschaft mit und ohne Gentechnik wird gentechnikfrei wirtschaftenden Landwirt*innen viel Mehraufwand verursachen, besonders in Bundesländern mit kleinen Flächenstrukturen. Sie müssen Abstandsregeln einhalten, Anbaupläne absprechen und ihre Erzeugnisse strikt trennen. Das kostet Energie, Zeit und Nerven – Ressourcen, die sich anderweitig sinnvoller einsetzen lassen.

5. Gentechnikfreie Regionen sichern Einnahmen und schaffen Planungssicherheit

Biobäuerinnen und -bauern können ihre Produkte nicht mehr als "Bio" vermarkten. Und sie laufen Gefahr, ihre Ökozertifikate zu verlieren. Konventionelle Landwirt*innen können ihre Ernte nach einer Verunreinigung wenn überhaupt, dann nur noch unter Preis verkaufen. Denn alle großen Supermarktketten in Deutschland bestehen auf der Lieferung gentechnikfreier Rohstoffe.

6. Gentechnikfreie Regionen erschließen und erhalten neue Absatzmärkte

Gentechnikfreie Regionen erhalten bestehende und erschließen neue Absatzmärkte für hochwertige Erzeugnisse. Weil es – bis auf Spanien - so gut wie keinen kommerziellen Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen in der EU gibt, verfügt die hiesige Landwirtschaft zurzeit über einen großen Wettbewerbsvorteil. Sie kann die Nachfrage nach garantiert gentechnikfreien Produkten befriedigen.

7. Gentechnikfreie Regionen erhalten den Wert des Bodens

Samen von Gentech-Pflanzen können über Jahre hinweg im Boden verbleiben und eine gentechnikfreie Produktion über längere Zeit verhindern. Deshalb haben fast alle evangelischen Landeskirchen ihren Gemeinden empfohlen, auf ihren Flächen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen zu untersagen.

8. Gentechnikfreie Regionen sorgen für den Erhalt der Kulturpflanzenvielfalt

Der Anbau von genverändertem Saatgut reduziert die Vielfalt der Kulturpflanzen. Diese ist ein wichtiger Teil unserer Kulturgeschichte und dient der langfristigen Ernährungssicherheit.

9. Gentechnikfreie Regionen schützen Mensch und Umwelt vor den Risiken der Gentechnik

Die ökologischen Folgen des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen sind nicht abschätzbar, die Auswirkungen des Verzehrs gentechnisch veränderter Lebensmittel auf die menschliche Gesundheit nicht geklärt. Den Risiken steht keinerlei Nutzen gegenüber.

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