Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

OK
Gentechnikfreie Regionen

Gentechnikfreie Kommunen gründen

Gentechnik-Politik wird nicht allein in Berlin und Brüssel gemacht, sondern überall dort, wo Menschen sich engagieren. Gemeinden, Städte und Landkreise, die eine gentechnikfreie Produktion unterstützen wollen, können einiges tun.

Keine Gentechnik auf kommunalen Pachtflächen

Ein Beschluss des Stadt- oder Gemeinderates kann den Anbau von Agro-Gentechnik auf kommunalen Flächen verbindlich ausschließen. So verpflichten sich Städte und Gemeinden dazu, alle eigenen Flächen gentechnikfrei zu halten und schreiben das Verbot in ihren Pachtverträgen fest.    

Keine Gentechnik in kommunalen Einrichtungen

Auch kommunale Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen und Kantinen können gentechnikfrei bleiben. Kommunalparlamente können einen entsprechenden Beschluss fassen, wie es beispielsweise die Stadt Lüneburg getan hat.

In Lüneburg beschloss der Rat im Jahr 2005, dass "(...) die städtischen Einrichtungen (...) beim eigenen Einsatz von Lebensmitteln (v.a. im Klinikum, in Kindertagesstätten etc.) und Saatgut streng darauf achten, keine gentechnisch veränderten Organismen zu  verwenden." 

Gründung einer Gentechnikfreien Region

Als engagierte(r) Bürger*in oder politische(r) Verantwortungsträger*in können Sie Ihre Kommune auffordern, sich für eine gentechnikfreie Land- und Lebensmittelwirtschaft zu engagieren.

Eine erfolgversprechende Möglichkeit ist es, eine Veranstaltung zu organisieren, auf der die Einrichtung einer freiwilligen Gentechnikfreien Region auf der gesamten Landwirtschaftsfläche der Gemeinde diskutiert wird. Hierzu können Sie einen Antrag an das Kommunalparlament zu stellen. Damit wird die Kommune verpflichtet, ihre Landwirt*innen und Grundbesitzer*innen zu einem Meinungsaustausch zur Frage einer Gentechnikfreien Region einzuladen. Sie veranlassen damit außerdem die Medien und Ihre Mitbürger*innen, sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen.

Kooperationen mit bestehenden Aktionsbündnissen

Informieren Sie sich auch über Kooperationsmöglichkeiten mit bereits bestehenden Bündnissen zum Schutz der gentechnikfreien Landwirtschaft.  

Gentechnikfreie Kommunen im Überblick

Gentechnikfreie Kommunen in Deutschland. Foto: BUND In Deutschland gibt es über 350 Gentechnikfreie Kommunen.  (BUND)

BUND-Bestellkorb